Island Blog #3 – Ab in den Süden!

Süden heißt in Island aber leider nicht wärmer, sondern immer noch fröstelnde zehn Grad und schön kräftige Küstenwinde. Trotz Sturmwarnung wollten wir uns den Skaftafell Nationalpark, bei dem wir übernachtet haben, näher anschauen. Eine Wanderung führte bis ran an den Vatnajökull Gletscher, die andere an ein paar süßen Wasserfällen vorbei. Danach fuhren wir ein Stück zurück zu den legendären Eislagunen. Die Bootstour in der Fjallsárlón Lagoon wurden aufgrund des starken Winds sogar abgesagt. Ein paar Kilometer weiter, in der Jökulsárlón Ice Lagoon, war es dafür nahezu windstill – das ist Island! Man weiß nie welches Wetter einen erwartet.

Die Eisbergformationen sind so atemberaubend. Bei der Bootstour erklärte die Leiterin, dass sich die Eisbrocken durch die Zirkulation mit dem aus dem Meer zuströmenden Salzwasser vom Gletscher lösen und durch den Druck eine Art Lagune aus Eisbergen bilden. Einmalig seien in Island die schwarzen Eisberge durch den Vulkansand, trotzdem haben mir die richtig weiß-blauen, auch „Blue Ice“ genannt, besser gefallen. Die Eisbrocken werden durch den Flussarm aus dem Meer sogar bis an den Strand gespült, was einen tollen Farbkontrast aus schwarz und weiß ausmacht.

Leider mussten wir dann aber noch weiter, da der nächste Schlafplatz noch knapp 250 km entfernt war, in der Nähe des Vulkans Eyjafjallajökull, der vor fünf Jahren ausgebrochen ist. Immer wieder hatte ich gehofft irgendwo mal rote Lava zu sehen oder eine Vulkanwanderung zu machen, aber da gibt es leider echt nichts zu sehen und sowas wird auch nicht wirklich angeboten. Die Wanderungen gleichen dann einem normalen Berg, der mit Schnee bedeckt ist. So richtig konnten wir die ganzen Berge und Vulkane auch irgendwann nicht mehr auseinander halten, aber Eva hat sich Mühe gegeben die Karte richtig zu deuten.

Auf dem Weg hielten wir noch in der süßen „Stadt“ (mal wieder um die 300 Einwohner) Vík. Dort gibt es neben dem schwarzen Vulkanstrand interessante Steinformationen im Meer, die einer Sage nach auch Trolle genannt werden. Außerdem wird mit einem Denkmal an die umgekommenen deutschen Hochseefischer erinnert. In dieser „Stadt“ haben wir dann auch endlich mal ein süßes Restaurant mit frischem Fisch gefunden – das muss doch mal sein wenn man ein Land bereist, das als größtes Exportgut Fisch vertreibt. Trotzdem stehen die Isländer nicht ganz so auf große Portionen, auch wenn die Preise dafür schon hoch genug wären. Zum Glück gabs Suppe und Brot umsonst dazu und lecker war es auf jeden Fall. Danach sind wir noch 20 km weiter nach Dyrhólaey, das ein guter Beobachtungspunkt für den Nationalvogel Islands, den Puffin (Papageientaucher), ist.

Irgendwann mussten wir doch aber auch mal bei unserem Hostel ankommen, doch auf dem Weg hielt uns noch eine ganz tolle Attraktion auf: der Seljalandsfoss Wasserfall. Der riesige Schauer leuchtete bei uns im Licht des Sonnenuntergangs und dass wir hinter ihn laufen konnten, machte diesen Wasserfall einzigartig.

In der Dämmerung kamen wir dann im Godaland Guesthouse an. Es dauerte aber auch nur solange, weil wir mal wieder dem Navi vertraut haben und das uns auf eine megaschlechte Schotterstraße lenkte, auf der wir gerade mal so maximal 15 km/h fahren konnten und schon der Vogel vor unserem Auto ne Pause machte, weil wir ja eh so langsam waren. Empfehlenswerter ist da der Weg weiter auf der Straße 1 und dann rechts in die 261 einbiegen. Dafür war das Guesthouse aber echt süß, die Gastgeber haben uns den Schlüssel einfach auf den Rezeptionstisch gelegt – sehr vertrauensvoll die Isländer! Die Unterkunft war früher mal eine Schule und vom Zimmer aus konnte man auf den Eyjafjallajökull blicken.

Am nächsten Tag machten wir kurz einen Stopp in der nächstgelegenen Stadt Hvolsvöllur, in der man das Saga-Museum besichtigen kann. Ein Blick in den Shop hat uns dann aber doch gereicht. Weiter nördlich ging es die Straße 30 rein zum Hjalparfoss Wasserfall. Diese Strecke scheint sehr beliebt für Radfahrer zu sein, weil wir diese die ganze Zeit auf dem Weg überholen mussten.

Hjálparfoss Wasserfall
Hjálparfoss Wasserfall
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